In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt.
Mitglied in der idaflieg und OSTIV.

Die SB 11

Die SB 11, die am 14.05.1978 in Braunschweig zum Erstflug startete, ist eine der kompliziertesten Konstruktionen der Akaflieg. Sie besitzt spaltlose Flächenklappen, die den Piloten in die Lage versetzen, die Flügelfläche bzw. die Streckung den jeweiligen Abschnitten des Überlandfluges anzupassen. Die Stuttgarter Akaflieg war mit der fs 29 den Weg gegangen, zu diesem Zweck die Spannweite veränderlich zu gestalten. Die SB 11 sollte ähnliche Überlegungen mit einer variablen Flügeltiefe realisieren. Dabei wird der Profilwiderstand verändert (bei der fs 29 wird der induzierte Widerstand verändert). Besondere Probleme bereiteten dabei der Flügel-Rumpf-Übergang und das Problem der Handkraft des Betätigungs-Mechanismus. Hierfür wurden elegante Detaillösungen entwickelt. Umgesetzt wurden diese Pläne in zweijähriger Arbeit. Dabei wurden der ASW 19-Rumpf und ein Janusleitwerk nicht selbst entwickelt, aber in den Herstellerformen selbst gebaut.

Bereits zwei Monate nach dem Erstflug lieh Helmut Reichmann die SB 11 für die 16. Segelflugweltmeisterschaft in Chatearoux, Frankreich, und wurde Weltmeister in der 15m-FAI-Rennklasse des Jahres 1978. Obwohl dabei die Fähigkeiten von Helmut Reichmann eine entscheidende Rolle gespielt haben dürften, zeigt dieser Erfolg, daß die SB 11 eine Entwicklung in die richtige Richtung darstellt.

Die SB 11 befindet sich seit ihrem Bau im Flugzeugpark der Akaflieg Braunschweig und erfreut sich großer Beliebtheit. Generationen von Akafliegern lernen an der SB 11 die interessanten Besonderheiten eines Prototypen und erweitern ihren fliegerischen Horizont. Im Winter 2001/2002 wurden die Tragflächen grundüberholt und im Winter 2006/2007 der Rumpf.

Das nun komplett grundüberholte und frisch lackierte Flugzeug steht seit Mitte Sommer 2009 wieder der Gruppe zur Verfügung.

Weitere Informationen
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Technische Daten

SB 11 im Anflug auf Rotenburg/Wümme
Fowler halb ausgefahren bei der Landung