Häufige Fragen von Interessenten
Ein paar immer wieder gestellte Fragen haben wir hier für Euch zusammengestellt. Zögert nicht, uns anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben, wenn Ihr weitere Fragen habt.
Fragen zur Akaflieg allgemein
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| Vorbereitungen zur Flügelverklebung |
F: Ich habe gehört, daß viele Akaflieger länger studieren.
Stimmt das?
A: Ja. Zwar zeigen einige Beispiele, daß ein Engagemant in der Akaflieg
nicht das Studium verlängern muß, aber wer viel an den Prototypen
baut und im Sommer viel fliegt, wird ein bis zwei Semester länger
studieren. Obwohl man überall hört, daß man in der
Regelstudienzeit fertig sein sollte, lernt man doch in der Akaflieg
für das Berufsleben sehr wichtige Schlüsselqualifikationen. Wer sich
länger in der Akaflieg engagiert hat, weiß, wie man in einem
Team an einem großen Projekt arbeitet, Probleme löst,
persönliche Konflikte regelt und eine große Aufgabe in
überschaubare Teilprobleme zerlegt und an andere delegiert.
Der gesamte Ablauf eines Projekts von der Planung, der Detailkonstruktion,
dem Bau und der anschließenden Überprüfung der Ergebnisse
wird neben dem Studium mit viel Spaß verinnerlicht. Diese
Qualifikationen lernt man bei uns sicherlich besser als in einem
Management-Kurs oder Schlüsselqualifikations-Seminar, in dem man
über künstlich erzeugte Probleme diskutiert, die einen
persönlich nicht betreffen. Es zeigt sich immer wieder, daß
ein Engagement in der Akaflieg vom zukünftigen Arbeitgeber sehr
begrüßt und ein verlängertes Studium nicht als Nachteil angesehen wird.
Ein weiteres wichtiges Argument ist, daß die im Rahmen der
Akaflieg angefertigen Studien- und Diplomarbeiten tatsächlich in
die Praxis umgesetzt werden und mehr Anerkennung finden. Trotzdem gilt:
Deine Studienzeit hast alleine Du in der Hand!
F: Ich habe viele Hobbies und nur noch wenig Zeit. Kann ich trotzdem mitmachen?
A: Grundsätzlich ja. Allerdings hoffen wir, daß Dir die Akaflieg
schon bald so viel Spaß machen wird, daß Du öfter kommst. Den
meisten unserer Mitglieder geht es so, was man an der durchschnittlichen
Baustundenzahl sieht. Wenn Du nur selten oder nur zu bestimmten Terminen
kommen kannst, wirst Du vieles verpassen, was in der Gruppe passiert und
es wird auch länger dauern, bis Du voll integriert bist und
anspruchsvollere Aufgaben wahrnehmen kannst. Auch fliegerisch kommt man
nur weiter, wenn man am Ball bleibt. Mit anderen Worten: Je öfter Du
kommst, desto mehr Spaß und Möglichkeiten wird Dir die Akaflieg
bieten und desto mehr wird auch die Akaflieg von Dir haben, die nur mit
engagierten Mitgliedern überleben kann. Genau aus diesem Grund gibt
es die Probemitgliedschaft, in der Du ein Jahr lang ausprobieren kannst,
ob die Akaflieg Dir genug Spaß macht, um ihr Deine Freizeit zu widmen.
F: Ist die Akaflieg eine Verbindung?
A: Nein. Die Akaflieg ist ein gemeinnütziger, politisch und
weltanschaulich unabhängiger Verein von aufgeschlossenen Studenten,
die Interesse an der Flugwissenschaft haben. Er steht jedem offen. Gemeinsam
mit Burschenschaften haben wir lediglich eine Art internen Generationsvertrag,
in dem die ehemaligen Mitglieder, die nun arbeiten und Geld verdienen, die
aktive Gruppe finanziell unterstützen. Zwar werden die Begriffe "alte
Damen / alte Herren" auch bei uns verwendet (sie stammen aus der über
80jährigen Geschichte des Vereins), sind jedoch nicht mit eigenartigen
Bräuchen verbunden. Die Akaflieg ist übrigens völlig unabhängig von anderen
Institutionen, und alle Entscheidungen, die unsere Arbeit betreffen, werden
von den studentischen Mitgliedern alleine getroffen.
Fragen zum Segelfliegen
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| Die SB 14 in Flugfläche 95 |
F: Wie lange / weit / hoch / schnell fliegt ein Segelflugzeug? Was ist der
Unterschied zum Motorfliegen?
A: Die kurze Antwort lautet, daß man bei entsprechendem Wetter
von morgens bis abends in der Luft bleiben und dabei bis zu 1.000km über
Grund zurücklegen kann - je nach Thermik erreicht man Flughöhen
zwischen 1.000 und 3.000m. Der Geschwindigkeitsbereich eines modernen
Segelflugzeugs reicht von 80 bis 280 km/h, die Schnittgeschwindigkeit für
längere Strecken liegt bei 100 km/h. Während Motorfliegen vor
allem laut und teuer ist und sich am besten zur Überbrückung
der Entfernung zwischen A und B eignet, vermittelt ein wendiges
Segelflugzeug die Freiheit im Raum und das Erlebnis "Fliegen" viel
intensiver und unmittelbarer.
F: Ist Segelfliegen teuer? Was kostet die Mitgliedschaft?
A: Segelfliegen ist eine der preiswertesten Arten, zu fliegen.
Segelflugzeuge sind zwar teuer in der Anschaffung, unterliegen beim Betrieb
jedoch kaum Verschleiß und haben eine sehr lange Lebensdauer. Da sie
während des Fluges keinen Kraftstoff verbrauchen, fallen keine von
der Flugdauer abhängigen Kosten an. Das Fliegen in der Akaflieg ist
dazu noch besonders preiswert, da wir alle Arbeiten an den Flugzeugen
selbst ausführen und keine Aufnahme- oder Mitgliedsbeiträge
haben. Lediglich den Beitrag an den Deutschen Aeroclub, den wir
für jedes Mitglied zahlen müssen, reichen wir an Dich weiter.
Er beträgt zur Zeit etwa 5 € im Monat. Für einen Flug
zahlst Du entweder 50 Cent für den Start an der Winde oder 50 Cent
pro Minute Flugzeugschlepp. Ansonsten fallen für das Fliegen
keine Kosten an, außer natürlich den Gebühren für
Prüfungen, die von der abnehmenden Behörde berechnet werden.
Es ist das Ziel der Akaflieg, ihre Mitglieder in die Luft zu bekommen,
und deshalb gestalten wir die Preise so, daß sie sich jeder Studierende
leisten kann.
F: Ich trage eine starke Brille. Wie ist das mit der Flugtauglichkeit?
A:
Gute Neuigkeiten! Seit März 2007 gelten gelockerte Anforderungen, nach denen Privatpiloten einen Refraktionsfehler im Bereich von -8 Dioptrien bis
+5 Dioptrien bei der Erstuntersuchung aufweisen dürfen. Der Unterschied zwischen beiden Augen darf dabei allerdings nicht größer als 3 Dioptrien sein. Ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis muß spätestens
beim ersten Alleinflug, das heißt in der Regel noch in der ersten Saison
vorliegen. Um Enttäuschungen zu vermeiden wird deshalb empfohlen,
die nötigen Untersuchungen (Augenarzt, HNO-Arzt, Fliegerarzt) vor Beginn der Ausbildung vornehmen zu lassen. Wir beraten Euch gerne bei weiteren Fragen und nennen Euch Adressen von zugelassenen Untersuchungsstellen.
F: Ich bin mir unsicher, ob Segelfliegen das richtige für mich ist. Was nun?
A: Am einfachsten meldest Du Dich bei uns während der Flugsaison
und fliegst mal eine Platzrunde mit. So kannst Du ausprobieren, ob Dir das
lautlose Fliegen Spaß macht und lernst auch gleich den Ablauf am Boden
kennen. Da Segelfliegen ein aufwendigerer Sport als zum Beispiel Handball ist
und immer einige Helfer am Boden sein müssen, damit einer zum Fliegen
kommt, kannst Du so entscheiden, ob Dir das Erlebnis den Aufwand wert ist.
Außerhalb der Saison gibt es immernoch die Möglichkeit, mit einem unserer
Motorflugpiloten einen Rundflug zu machen, vielleicht mit ein paar Freunden.
Wir sind uns ziemlich sicher, daß Dich auf jeden Fall der Virus packen wird
und Du Dich schon kurz nach der Landung nach dem nächsten Flug sehnen wirst!
F: Ich bin Scheininhaber. Wann kann ich die SB 14 fliegen?
A: Pauschal läßt sich die Frage nicht beantworten. Wer
als Scheinpilot bei uns anfängt, wird zu Beginn der ersten Flugsaison
zusammen mit einem unserer Fluglehrer auf dem Janus fliegen und später
auf den Discus umsteigen. Voraussetzung für weitere Typen sind dann
unabhängig von der Flugerfahrung zwei Überlandeinweisungen, die
ebenfalls auf dem Janus geflogen werden. Danach steht einem schnellen
"Aufstieg" in unserem Flugzeugpark nichts mehr im Weg.

