In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt.
Mitglied in der idaflieg und OSTIV.

Bauen

Bau des Mock-Up für die SB 15

In unserer eigenen Werkstatt auf dem Gelände des DLR Braunschweig können wir fast alle Arbeiten zum Bau oder zur Wartung eines modernen Segelflugzeugs durchführen. Außerhalb der Flugsaison arbeiten wir dort an unseren Projekten - meist beginnt die Bausaison mit der Winterwartung der Serienflugzeuge, bevor wir uns um die Prototypen kümmern, die etwas mehr Liebe brauchen. Der Rest des Winters wird dann an unserem aktuellen Prototypen gearbeitet.

Als selbstorganisierter Verein treffen wir alle Entscheidungen im Zusammenhang mit unseren Projekten selbst: In regelmäßigen "Tünungen" werden Probleme besprochen, die einzelnen Baustellen miteinander abgestimmt und der Fortschritt ausgetauscht. Viel Wert legen wir auf Selbständigkeit: Jeder bringt sich seinen Fähigkeiten entsprechend ein und übernimmt Verantwortung für einen Teil eines Projekts.

Wie man an den durchschnittlichen Baustundenzahlen von derzeit etwa 500 Stunden pro Jahr und Mitglied leicht sieht, haben wir bei unserer Arbeit viel Spaß - die für das spätere Berufsleben erworbenen Fähigkeiten sind dabei ein angenehmer Nebeneffekt.

Da wir unsere Flugzeuge nicht in Stückzahlen verkaufen müssen, können wir sehr ungewöhnliche oder aufwendige Ansätze ausprobieren, die bei Bewährung in der Praxis Einzug in die Serienfertigung halten. Viele heute selbstverständliche Bauweisen wurden erstmals in der Akaflieg Braunschweig oder einer der anderen deutschen Akafliegs ausprobiert. Beispielsweise wurde bei der SB 10 das erste Mal Kohlefaser in einem tragenden Bauteil eines Luftfahrzeuges eingesetzt. Verbundwerkstoffe mit Kohlefaser sind aus der Luftfahrt nicht mehr wegzudenken - auf die durch den Bau der SB 10 gewonnenen Erkenntnisse über Eigenschaften und Verarbeitung des Werkstoffes wird heute selbstverständlich zurückgegriffen.